Die Vorstellung, unter freiem Himmel, fernab von etablierten Campingplätzen, zu übernachten, ist unglaublich...
Lagerfeuerregeln in Frankreich: Legal und sicher bleiben
Grundsatz: Verbot oder strenge Regelung
Es ist wichtig zu wissen, dass die Nutzung von offenem Feuer im Freien, insbesondere in oder in der Nähe von Wäldern, in Frankreich weitgehend verboten oder stark reglementiert ist. Das Hauptziel des Gesetzes ist die Verhinderung von Bränden, von denen 90 % von Menschen verursacht werden.
1. Allgemeine Verbote
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Zeiten mit hohem Brandrisiko: Lagerfeuer sind in Zeiten mit hohem Brandrisiko, typischerweise von Juni bis September, in vielen Regionen (insbesondere in Südfrankreich und in Waldgebieten) fast immer verboten. Diese Fristen können bei außergewöhnlicher Dürre per Präfekturerlass verlängert werden.
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Starker Wind: Feuermachen ist bei starkem Wind (oft über 40 km/h) strengstens verboten, unabhängig von der Jahreszeit. Wind ist der Hauptfaktor für die schnelle Ausbreitung eines Feuers.
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Nähe zu Wäldern: Feuermachen ist grundsätzlich im Umkreis von 200 Metern um Wälder, Forste, Plantagen, Wiederaufforstungen, Moore oder Buschland verboten. Diese 200-Meter-Pufferzone ist von entscheidender Bedeutung.
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Privatgrundstücke ohne Genehmigung: Auf Privatgrundstücken ist das Entzünden von Feuern ohne ausdrückliche Genehmigung des Grundeigentümers nicht gestattet.
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Nationalparks und Naturschutzgebiete: In den Kernzonen von Nationalparks und Naturschutzgebieten ist das Entzünden von Lagerfeuern fast immer strengstens verboten. Ausnahmen gelten nur in ausgewiesenen Bereichen (z. B. an Gemeinschaftsfeuerstellen in bestimmten Schutzhütten).
2. Wo Feuer erlaubt sein kann (unter Auflagen)
Echte Lagerfeuer (das Verbrennen von Holz auf dem Boden) sind zwar selten, es gibt jedoch bestimmte Situationen, in denen Feuer erlaubt sein kann:
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Ausgewiesene Feuerstellen: Einige bewirtschaftete Campingplätze, Biwakplätze in der Nähe bestimmter Schutzhütten oder Picknickplätze verfügen über ausgewiesene, sichere Feuerstellen. Auch dann müssen Sie die örtlichen Vorschriften einhalten.
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Privatgrundstück mit Genehmigung: Auf Ihrem eigenen Privatgrundstück oder mit ausdrücklicher Erlaubnis des Grundbesitzers dürfen Sie möglicherweise ein Feuer machen, müssen jedoch die städtischen und präfekturellen Verordnungen (z. B. in Bezug auf Wind, Dürre oder die Nähe zu Wäldern) einhalten.
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Kocher: Die Verwendung eines Campingkochers (Gas oder Spiritus) zum Kochen ist grundsätzlich erlaubt, da es sich um eine geschlossene Flamme und nicht um ein offenes Feuer handelt. Dies ist die empfohlene Methode zum Kochen in abgelegenen Gebieten.
Wichtige Regeln (wenn Feuer erlaubt ist)
Wenn Sie sich in einer der sehr seltenen Situationen befinden, in denen offenes Feuer ausdrücklich erlaubt ist, müssen Sie diese wichtigen Sicherheitsregeln beachten:
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Wählen Sie Ihren Platz sorgfältig:
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Suchen Sie sich einen ebenen, freien Platz, abseits von Zelten, Bäumen, Büschen, trockenem Gras und überhängenden Ästen.
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Nutzen Sie, falls vorhanden, eine vorhandene Feuerstelle. Falls nicht, räumen Sie einen Kreis von mindestens 3 Metern (10 Fuß) bis zum bloßen Mineralboden frei.
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Entzünden Sie niemals ein Feuer auf Torf oder Mulm, da es unter der Erde schwelen und später wieder aufflammen kann.
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Die Größe ist entscheidend: Halten Sie das Feuer klein und überschaubar. Verwenden Sie nur abgestorbenes, heruntergefallenes Holz, das Sie am Boden finden. Fällen Sie niemals lebende Bäume.
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Wasserquelle und Werkzeuge:
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Halten Sie immer einen Eimer Wasser, eine Schaufel oder einen Feuerlöscher bereit.
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Lassen Sie ein Feuer niemals unbeaufsichtigt, nicht einmal für einen Moment.
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Gründlich löschen: Dies ist der wichtigste Schritt.
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Ertränken: Gießen Sie reichlich Wasser auf die gesamte Glut und Asche.
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Umrühren: Vermischen Sie das Wasser mit einem Stock oder einer Schaufel. Asche.
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Fühlen: Prüfen Sie, ob noch Wärme vorhanden ist, indem Sie Ihre Hand vorsichtig über die Asche halten. Wenn sie noch warm ist, geben Sie mehr Wasser hinzu und rühren Sie um. Es sollte sich kalt anfühlen.
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Glut nicht vergraben: Vergrabene Glut kann weiterglimmen und sich Stunden oder sogar Tage später erneut entzünden.
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Beachten Sie die örtlichen Gegebenheiten: Auch wenn Feuer grundsätzlich erlaubt ist, achten Sie immer auf außergewöhnlich trockenes Wetter, kürzliche Regenfälle oder örtliche Schilder/Verordnungen.
Folgen bei Nichteinhaltung
Die Missachtung von Brandschutzbestimmungen kann zu empfindlichen Strafen führen:
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Bußgelder: Bei illegalem Brände.
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Haftstrafe: In Fällen, in denen schwere Schäden oder Verletzungen entstehen, können die rechtlichen Konsequenzen eine Haftstrafe umfassen.
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Haftung für Schäden: Wenn Ihr Feuer einen Waldbrand verursacht, können Sie für alle Schäden und Löschkosten, die sich auf Millionen Euro belaufen können, finanziell haftbar gemacht werden.
Die sicherste und umweltfreundlichste Methode zum Kochen in der französischen Natur ist ein tragbarer Campingkocher. So minimieren Sie das Risiko und stellen sicher, dass Sie die strengen Brandschutzbestimmungen einhalten und so die wunderschöne Natur schützen, die wir alle schätzen.
















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