Die Vorstellung, unter freiem Himmel, fernab von etablierten Campingplätzen, zu übernachten, ist unglaublich...
Hinterlassen Sie keine Spuren: Ihre Pflichten zur Abfallbewirtschaftung in der Wildnis
Das Grundprinzip: Mitnehmen und wieder mitnehmen
Dies ist die goldene Regel der Outdoor-Ethik. Alles, was du in die Natur bringst, musst du auch wieder mitnehmen. Das gilt für alle Arten von Abfällen, nicht nur für offensichtlichen Müll.
1. Dein ganzer Müll, keine Ausnahmen
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Nicht biologisch abbaubarer Abfall: Dazu gehören offensichtliche Gegenstände wie Plastikflaschen, Lebensmittelverpackungen, Aluminiumdosen, Glas und Zigarettenstummel. Diese Gegenstände können Hunderte oder sogar Tausende von Jahren brauchen, um sich zu zersetzen, wodurch Boden und Wasser verschmutzt und die Tierwelt geschädigt wird. Tragen Sie immer einen speziellen Müllbeutel (ein stabiler Beutel mit Reißverschluss eignet sich gut) bei sich, um Ihren gesamten Abfall zu sammeln.
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„Biologisch abbaubarer“ Abfall: Hier machen viele Menschen Fehler. Dinge wie Obstschalen (Bananen, Orangen), Apfelkerne, Nussschalen und sogar Brotkrusten sind zwar irgendwann biologisch abbaubar, brauchen aber lange, um in der Natur abgebaut zu werden. Noch wichtiger ist, dass sie:
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Tiere anlocken: Sie assoziieren Menschen mit Nahrung, verändern ihr natürliches Nahrungssuchverhalten und können dazu führen, dass sie aggressiv werden oder auf menschliche Nahrung angewiesen sind.
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Nichtheimische Arten einführen: Anderswo angebaute Früchte können Samen einbringen, die lokale Ökosysteme stören.
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Unansehnlich sein: Niemand möchte eine verrottende Bananenschale auf einem schönen Wanderweg sehen.
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Die Regel ist einfach: Wenn Sie etwas mitgebracht haben, nehmen Sie es wieder mit.
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2. Entsorgung menschlicher Abfälle
Die ordnungsgemäße Entsorgung menschlicher Abfälle ist entscheidend, um Wasserverschmutzung, die Ausbreitung von Krankheiten und unschöne Auswirkungen zu verhindern.
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Feste Abfälle (Kot):
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Graben Sie ein Katzenloch: Suchen Sie einen Platz mindestens 60 Meter entfernt von Wasserquellen (Bächen, Seen, Quellen), Wegen und Campingplätzen. Graben Sie ein 15–20 cm tiefes Loch. Füllen Sie das Loch nach Gebrauch mit der ursprünglichen Erde auf und verdecken Sie es mit natürlichen Materialien.
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Toilettenpapier: Werfen Sie gebrauchtes Toilettenpapier weg. Es zersetzt sich in den meisten Umgebungen nicht schnell und ist äußerst unansehnlich. Tragen Sie hierfür einen kleinen, blickdichten Beutel mit Reißverschluss bei sich.
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Feuchttücher: Feuchttücher, auch wenn sie als „spülbar“ oder „biologisch abbaubar“ gekennzeichnet sind, zersetzen sich nicht schnell und müssen immer mitgenommen werden.
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Flüssiger Abfall (Urin): Urin hat weniger Auswirkungen auf die Umwelt, sollte aber dennoch nicht in der Nähe von Wanderwegen, Campingplätzen und mindestens 60 Meter von Wasserquellen entfernt entsorgt werden, um Geruchskonzentrationen und die Anlockung von Tieren zu vermeiden.
3. Geschirrspülen und Hygiene
Waschgewohnheiten können sich auch auf die Wasserqualität auswirken und Tiere anlocken.
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Nicht in der Nähe von Wasserquellen spülen: Spülen Sie niemals Geschirr, sich selbst oder Ihre Kleidung direkt in Bächen, Seen oder Quellen.
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Wasser sammeln: Sammeln Sie Wasser in einem Topf oder einer faltbaren Schüssel und halten Sie sich mindestens 60 Meter von der Quelle entfernt.
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Minimal biologisch abbaubare Seife verwenden: Wenn Sie Seife verwenden müssen, verwenden Sie nur eine kleine Menge biologisch abbaubare Seife und verteilen Sie das Grauwasser großzügig, damit es durch den Boden sickern kann.
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Essensreste filtern: Kratzen Sie alle Essensreste vor dem Spülen in Ihren Müllbeutel. Geschirr.
Gesetzliche Verpflichtungen und Strafen in Frankreich
Die „Leave No Trace“-Prinzipien sind zwar ethische Richtlinien, doch das französische Recht sieht auch strenge Strafen für das Wegwerfen und die illegale Entsorgung von Abfällen in der Natur vor.
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Code de l'Environnement (Umweltgesetz): Das Zurücklassen, Ablagern oder Veranlassen der Ablagerung von Abfällen in der Natur gilt als Straftat.
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Bußgelder: Je nach Schwere und Art des Abfalls können die Bußgelder zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro liegen. Beispielsweise kann einfaches Wegwerfen von Abfällen mit einer Geldbuße geahndet werden.
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Erschwerende Verstöße: Wenn der Abfall mit einem Fahrzeug zurückgelassen wird oder erhebliche Umweltschäden verursacht, können die Strafen deutlich höher ausfallen, darunter höhere Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen.
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Befugnisse der Bürgermeister: Die Bürgermeister (Maires) sind befugt, kommunale Verordnungen durchzusetzen, die das Wegwerfen von Abfällen und Wildcampen/Biwakieren verbieten.
Mehr als nur Compliance: Verantwortungsbewusst handeln
Bei der Einhaltung der Abfallbewirtschaftungspflichten geht es nicht nur darum, Bußgelder zu vermeiden; Es geht darum, verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen.
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Reduzieren Sie Abfall an der Quelle: Minimieren Sie Verpackungen schon vor dem Verlassen des Hauses. Verpacken Sie Lebensmittel in wiederverwendbare Behälter oder Taschen. Wählen Sie Lebensmittel mit minimaler Verpackung.
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Eigenständigkeit: Erwarten Sie keine Mülleimer auf dem Weg. Planen Sie, alles mitzunehmen.
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Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Ermutigen Sie andere, diese Praktiken zu befolgen. Wenn Sie Müll sehen und es sicher und machbar ist, ziehen Sie in Erwägung, ihn (mit Handschuhen) aufzuheben, um die Wege sauber zu halten.
Durch einen sorgfältigen Umgang mit Ihrem Abfall tragen Sie maßgeblich dazu bei, die unberührte Schönheit und ökologische Gesundheit der französischen Naturlandschaften zu bewahren, damit alle sie jetzt und in Zukunft genießen können.
















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